
Partnun - Sulzfluh - Plasseggenpass 12.10.2014

Solange der erste richtige Wintereinbruch auf sich warten lässt, ermöglicht dieser Herbst noch problemlos Wanderungen im höheren Gebirge. Ich entschloss mich diesen Sonntag zur Besteigung der 2800m hohen Sulzfluh, direkt an der Grenze zwischen Schweiz und Österreich.
Ich wählte die Erklimmung von der Schweiz aus, genauer gesagt vom kleinen Ort Partnun aus. Um dort hin zu gelangen geht es zuerst am Rhein lang bis nach Landquart, dann ab ins Prättigau Richtung Davos. In Küblis geht es dann links ab nach St. Antönien und anschließend einspurig bis nach Partnun. Da in Partnun keine öffentlichen Parkplätze existieren, muss man ca. 500m davor halten und 6CHF für einen Tag bezahlen.
Nach der doch ziemlich langen Anfahrt von fast zwei Stunden, geht es um 7:45 endlich zu Fuß weiter. Zuerst entlang des Bachs und der Fahrstraße nach Partnun. Noch ist es dämmrig und ziemlich frisch. Links strahlt die Sonne aber bereits das Ziel der Wanderung an, die Sulzfluh.
Etwas weiter. Der Blick zurück Richtung Parkplatz.
Am Ort (eigentlich nur ein paar Häuser) biegt der Weg links ab und es geht direkt auf die Sulzfluh zu, ein ziemlich felsiges Ungetüm.
Anschließend geht es steil die Wiesen bergauf.
Der Weg führt oberhalb der Partnunsees vorbei (etwas schlecht rechts erkennbar).
Der Sonnenaufgang rückt näher... aber auch leider einige dunkle Wolken.
Der Weg ist einfach zu finden, immer dem Wegweiser Sulzfluh nach. Neben dem Bergweg führt von dieser Seite auch noch ein bekannter Klettersteig zum Gipfel.
Ahh, endlich Sonnenaufgang. Da wird es temperaturmäßig gleich angenehmer.
Zu gleich sind die Felsen und Schuttkegel der Sulzfluh erreicht. Schon eine Stunde unterwegs und die ersten 500 Höhenmeter hat man hinter sich.
Dann geht es hinein in einen beeindruckenden - von Felswänden umgebenen - Kessel. Der Wanderweg geht beim kleinen gelben Schild rechts den Fels hinauf.
Genau dort, wo ich mich jetzt befinde. Hier der Blick zurück.
Und noch ein Stück weiter schon heftig am Kraxeln, den kettengesicherten Weg hinauf.
Blick auf eine Höhle auf der anderen Seite des Kessels. Wer kann den Grund erkennen, warum dieses Tal Gemstobel heißt?
Geschafft - nach dem Steilstück ist es im eigentlichen Tal richtig harmlos. Links unten ist Partnun zu erahnen.
Im Tal geht es zum Teil über Gras, aber hauptsächlich über Schutt und Felsen bergauf. Eingerahmt von massiven Felswänden.
Und zwischendurch kommen auch ein paar steilere Passagen, die aber nicht wirklich gefährlich sind... aber zum Teil braucht man die Hände.
Unangenehm war der starke durch das Tal wehende Wind.
Kurz vor dem Grat richtig durch die Felsen. Wie man sieht, ausreichend gekennzeichnet.
Die österreichische Grenze befindet sich genau auf dem Grat, folgerichtig fällt der Blick nun erstmals ins Montafon.
Aber der höchste Punkt ist noch nicht erreicht.
Es geht weiter über reinen Fels hinauf. Die Wegzeichen waren etwas chaotisch - evt. schweizerisches-österreichisches Konkurrenzgehabe? 😉
Wieder einen Grat erreicht, diesmal Richtung Süd-West zum Rheintal.
Der Gipfel. Oben recht flach, mit monströsem Kreuz gekrönt.
Oben um 10:45 nach 1200m Aufstieg. Verdiente Pause bei stürmischem Wind. Die Aussicht ist phantastisch, zuerst Richtung Süden nach Vorarlberg.
Der Berg in der Mitte ist das Hochjoch vom Skigebiet Silvretta Montafon. Gerade zu mickrig von hier oben.
Und nun nach Süden nach Davos. Braune Herbstwiesen sehen einfach super aus. 😃
Zuletzt der Blick nach Westen, Richtung Aufstieg. Wie man sieht, gab's sogar ein paar Restschneeflecken.
Noch mal ein Zoom auf die rötlich-brauchen Wiesen.
Auf Grund des starken Winds befinde ich mich doch recht schnell wieder auf dem Abstieg. Der Blick fällt noch mal zurück zum Gipfel.
Nun geht es aber nicht wieder durch den Gemstobel bergab, sondern auf dem großen Felsrücken Richtung Tilisuna-Hütte.
Der Weg ist durch unzählige Steinmännchen gekennzeichnet, geht aber recht angenehm flach bergab.
Der Tilisunasee (direkt neben der Tilisuna-Hütte), das nächste Etappenziel. Im Hintergrund wieder das Hochjoch.
Über diese beeindruckende Felsplatte führt der weitere Weg. Könnt ihr die beiden Wanderer entdecken? Dann wird einem die Größenordnung erst bewusst.
Steine, Felsen, Steine... ziemlich mondig hier.
Nun bin ich ebenfalls auf der Steinplatte. Die Steinmännchen weisen den Weg. Wo genau er führt ist aber ziemlich egal, man kann einfach quer-feld-ein gehen.
Blick zurück. Der dunkle Buckel in der Mitte ist die Sulzfluh.
Die Felsplatte ist ziemlich intakt, aber diese kleine Spalte musste man überspringen.
Zoom nach Norden zum Skigebiet Golm, wo ich selbst noch nie war.