Palfries - Alvier 07.09.2014

Nach einem August, bei dem in den Bergen eher suboptimales Wetter war, ermöglichte dieser erste September-Sonntag endlich wieder eine Tour.
Als Ziel wählte ich den Alvier: ein 2300m hoher Gipfel, der zwischen Rheintal und Walensee liegt.
Straße Palfries
Um nicht vom nur 600m hohen Tal aufsteigen zu müssen, bin ich die schmale, einspurige Straße von Trübbach nach Palfries hinauf gefahren. Dieser Alpweg ist frei befahrbar, allerdings sind die zahlreichen Wanderparkplätze entlang der 14km langen Strecke kostenpflichtig. Dabei muss der Parkschein für 10CHF am ersten Parkplatz gelöst werden. Zum Glück hatte ich schon zuvor gelesen, dass der Automat nur Münzgeld nimmt und mich deshalb genügend eingedeckt.
Geparkt habe ich schließlich gegen 9:00 auf dem Parkplatz Skihaus auf 1500m.
Pilze
Zuerst geht der Weg durch einen pilzreichen Wald, immer noch entlang der ebenfalls weiter hinaufführenden Straße.
Straße Palfries
An dieser Stelle bei ein paar Ferienhäusern überquert man noch mal ein letztes Mal die Straße. Ab dort ist sie auch nicht mehr gepflastert.
Gauschla
Dann geht es durch einen lichten Wald weiter hinauf. Im Hintergrund der Gauschla, ebenfalls ein Gipfel der Alviergruppe, der aber nicht auf normalem Weg besteigbar ist.
Weg zwischen BäumenWanderweg nach Palfries
Dann verlässt der Weg immer mehr das bewaldete Gebiet... die Baumgrenze ist erreicht.
Dreckiger Bergschuh
Der regnerische August hat seine Spuren in Form einiger schlammigen Passagen hinterlassen...
Panorama Palfries
Kurz danach erreicht man einen kleinen Grat, der die Hochebene rund um Palfries von der Rheintalseite her abgrenzt. Somit öffnet sich erstmals der Blick nach Westen.
Wanderung Palfries
Weiter geht es über sehr schöne Wiesen Richtung Berghaus Palfries, welches ich aber oberhalb umgangen habe. Neben der Straße ist das Berghaus auch über eine Seilbahn vom Tal aus erreichbar. Mehr Infos hier.
Alvier Südsseite
Danach ist Schluss mit lustig und es geht direkt auf den Alvier zu, der zweite Gipfel von links.
Wegweiser Palfries
Der Blick zurück.
Hochebene Palfries
Und noch einmal über die ganze Hochebene rund um Palfies. Die Häuseransammlung rechts hinten ist übrigens Flumserberg.
Steiler Aufstieg Alvier
Der Weg wird nun sehr steil und zum Teil muss man auch die Hände zur Hilfe nehme.
Felswand Palfries
Er führt immer entlang dieser Felswand.
Walensee
Aber der Blick zurück entschädigt für die Qualen. Insbesondere, da nun auch der Walensee sichtbar wird.
Übergang Alvier
Nicht mehr weit unterhalb des Grats. 😃
Serpentinen mit Walensee
Alles sehr steil, was auf den Bilder natürlich wieder nicht sichtbar ist.
Leiter Alvier
Die Felswand, die das letzte Stück zum Grat versperrt, wird über eine Leiter samt Drahtseil überwunden.
Rheintal Alviergruppe
Auf dem Grat kann man nun auch nach Osten zum Rheintal blicken - auf dieser Seite alles deutlich harmloser.
Leiter Palfries AlvierLeiter Palfries Alvier
Blick von oben auf Palfries und die Leiter.
Schafe auf steiler Bergwiese
Auf den steilen Wiesen hier oben weideten nur die Schafe.
Glockenblume
Blumen am Wegesrand.
Alvier Drahtseil
Der Weg wurde jetzt aber trotzdem nicht flacher. Zum Teil mit Drahtseil geht es das letzte Stück hinauf zum Gipfel.
Blick Alvier Palfries
Fast geschafft, Blick zurück.
Alviergruppe mit Walensee
Oben angekommen um 11:00. Atemberaubende Kulisse bei fotogenstem Wetter. 😃
Alvier Gipfel
180° Panorama auf dem kleinen Pfad, der zur steil abfallenden Kante des Alviers führt.
Alvierkette
Blick nach Norden zu nicht minder steilen Gipfeln.
Walensee
Pause auf der Kante. In der Mitte der Walensee, links Flumserberg und rechts die Churfirsten.
Alp Palfries
Obligatorische Miniaturaufnahme von einer Alp auf Palfries.
Alvier Gipfel
Von der Kante Blick nach Osten, auf den eigentlichen Gipfel des Alviers.
Alvier Hütte
Wo ich mich nun befinde. Zwischen Gipfel und Kante kauert eine kleine im Sommer bewirtschaftete Hütte.
Rheintal
Weiteres Panorama vom Gipfel Richtung Rheintal.
Wanderweg Alvier
Um 11:30 ging es dann für mich weiter. Als Abstieg wählte ich die "flachere" Ostseite.
BarbielergratBarbielergrat
Kreuzungspunkt von einigen Wanderwegen auf dem Barbielergrat. Dort bin ich dann scharf nach Süden abgebogen, anscheinend der am wenigsten begangene Weg.
Wanderweg über Wiese
Zumindest war vom Weg abgesehen der Markierungen nichts zu sehen.
Versteinerungen
Prompt habe ich mich dann auch leicht verlaufen... aber sonst wäre ich auch nicht an diesem skurrilem Fels vorbeigekommen. Keine Ahnung, was das ist.
Grashang
Da die Gegend aber recht harmlos ist und ich die ungefähre Richtung kannte, ging es auch weglos gut weiter.
Rheintal
Nach dem der Weg wieder gefunden war, erreichte ich nun die Waldgrenze. Blick nach Südosten das Rheintal hinab, das ich diesen Winter wieder einige Male entlang fahren werde.
Arlans
Den tiefsten Punkt (1450m) erreicht der Weg Arlans, wo ebenfalls viele Wanderwege zusammentreffen.
Aussicht Arlans
Um 13:20 ist dort Zeit für eine weitere Pause bei schöner Aussicht.
Alvier
Blick zurück auf den Abstieg vom Alvier, der rechte Gipfel.
Arlans Palfries Leiter
Anschließend wählte ich den obersten Weg Richtung Palfries. Der war ebenfalls so wenig begangen, dass ich mich tatsächlich noch mal verlief. Nach ein wenig hin und her durch alte Militäranlagen habe ich ihn dann aber doch gefunden. Weglos würde es dort auch nicht weiter gehen, denn es geht sehr steil durch eine Schlucht zwischen zwei Felswänden bergab - z.T. mit Drahtseil und Leiter.
Steinmännchen
Noch eine kleine Rast in einer Felsnische, um die letzten Vorräte aufzubrauchen. Gefühlt waren es jetzt 30°, aber in Wirklichkeit wohl eher 20°.
Straße Palfries
Am Schluss ging es dann noch ein paar Meter auf der bekannten Straße hinauf zum Skihaus und Parkplatz. Ankunft um 15:00.
Wanderkarte AlvierHöhenprofil Alvier
Gelaufene Strecke. Insgesamt 1200m Auf- und Abstieg auf 13km. Ein ganz guten Überblick gibt es auf dieser Panoramakarte. Gegangen bin ich zuerst die 14, dann die 1 bzw. 5 und am Ende die 19.
Regitzer Spitz
Zwischenhalt bei der Abfahrt ins Tal. 😃
Fazit: Der Alvier ist ein klasse Gipfel mit (zumindest bei solch einem Wetter) super Tiefblick. Die Wanderung ist nicht besonders lang, aber trotzdem recht anspruchsvoll. Überrascht hat mich, wie wenig begangen die Wege waren.
Download GPX Track

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