Umrundung Fronalpstock - 16.07.2016

Durch den Neuschnee der vergangenen Woche war ich bei der Auswahl von Wanderzielen auf die Höhe von unter 2000m eingeschränkt. Ich entschied mich für die Umrundung des Glaruser Fronalpstocks, der ganz in der Nähe der Murgseen liegt, die ich in der Woche zuvor besuchte.
Pünktlich zum Betriebsstart der Sesselbahn parkte ich mein Auto um 8:00 in Filzbach, einem kleinen Ort oberhalb des Walensees.

Sesselbahn FilzbachBergstation Sesselbahn Filzbach

Mit der Zweier-Sesselbahn ging es langsam von 700m auf 1300m hinauf. Die einfache Fahrt kostet 11CHF.

Blick Zürichsee

Dann ging ich rechts gegen den Uhrzeigersinn um den Berg am Hang entlang. Schnell öffnete sich der Blick nach Nordwest Richtung Zürich.

Wanderweg durch Wald

Die meiste Zeit ging es aber nun harmlos durch den Wald.

Glarus

Nach 45min Wegstrecke ergab sich nun der Blick in das Glarus, das mit seinen steilen Bergen beeindruckt.

Dunkle Tannen

Und etwas weiter kündigte sich dann auch endlich das Ende des dunklen (und etwas schlammigen) Walds an.

Mullern

Ich erreichte die Weiden von Mullern. Der Berg in der Mitte ist der 2200m hohe Fronalpstock.

Fahrstraße Mullern

Auf Grund der Wiesen muss man etwas unnötig ab- und aufsteigen, aber ich erreichte nach den Fahrstraßen schnell wieder einen normalen Wanderweg.

AlpVermostes Wegzeichen

Durch einen alten Felssturz ging es nun teils durch Wälder, teils über Wiesen immer weiter am Hang entlang.

Naturfreundehaus Fronalp

Mit dem sanftem begauf/bergab war es nun aber vorbei und es ging steil eine Fahrstraße bergauf. Im Bild ist das Naturfreundehaus Fronalp zu sehen, wo man auf einer schönen Terasse speisen könnte. Bis dort kann man auch mit dem Auto hochfahren - das ist der Ausgangspunkt, wenn man nur den Fronalpstock besteigen will.

Verschneiter Tödi

Zermürbend steil ging es hoch, aber der Blick auf den frisch verschneiten Tödi entschädigte.

Katze an Bauernhof

Vorbei an der Alp Mittlerstafel.

Klöntalersee

Und als ob der Fahrweg nicht schon steil genug war, wurde es anschließend richtig knackig. Ich machte besser mal eine Pause mit dem Blick zurück zur Alp. Im Hintergrund der schöne Klöntalersee.

Mürtschenstock

Um 12:20 erreichte ich schließlich den 1860m hohen Fronalppass. Unübersehbar drängt sich nun der Mürtschenstock in die Aussicht. Genau auf diese Höhe erreichte ich die Schneegrenze. Es war aber mild genug für eine längere Mittagspause.

Fronalpstock

Von diesem Pass aus lässt sich der benachbarte Fronalpstock mit ca. 1 1/2 Stunden Extraaufwand besteigen. Gereizt hätte es mich schon, aber ich wusste, dass ich auch noch ein paar Kilometer vor mir hatte.

Mürtschenstock mit Blume

Deshalb konzentrierte ich mich mehr auf's unanstrengende Fotografieren. 😉

Abstieg Fronalppass

Auf wenig begangenem und zugewuchertem Weg ging es nun das Tal auf der anderen Seite des Passes abwärts. Fotos ohne Mürtschenstock sind praktisch unmöglich.

Wanderweg zum Fronalpstock

Blick zurück zum Fronalpstock rechts.

Alp Hummel

Dann erreichte ich die Alp Hummel und der Weg wurde wieder breiter.

Spaneggsee

Vorbei geht es oberhalb des Spaneggsees.

Talalpsee

Und nach einem steilen Abstieg entlang einer Transportseilbahn tauchte nun das nächste Ziel auf, der Talalpsee.

Aufstieg Spaneggsee

Blick zurück zur überwundenen Steilstufe, die auf dem Foto gar nicht mal so hoch aussieht.

Talalpsee

Ankunft am Talalpsee, an dem eine kleine Gaststätte liegt und auch sonst mit dem Auto recht gut erreichbar ist. Entsprechend waren hier auch ein paar Leute unterwegs. Ich zog die Badehose an und schwamm eine kleine Runde im doch recht kaltem Wasser. Aber nach so einer Tour tut das einfach gut.

Talalpsee

Dann ging es aber weiter... noch ein kurzer Blick zurück.

Wanderweg durch Schlucht

Ich musste nun noch eine Stunde nach Filzbach absteigen. Ich wählte den steilen Abstieg durch eine Schlucht... der Alternativweg über die Wiesen wäre evt. schöner gewesen.
Das Auto erreichte ich um 16:00.

Wegstrecke. Trotz der geschummelten ersten 500 Höhenmeter war es doch eine recht anstrengende Tour, vor allem da es zu Beginn viel bergauf und bergab ging.

Fazit: Schöne Rundtour bei bestem Wanderwetter. Die erste Hälfte bis zum Pass hatte ein paar nicht so tolle Abschnitte, aber danach wurde es richtig nett.

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